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Erklärung des Fraktionsvize Mathias Meder zum Rückzug von der Kommunalwahlliste

Mit der Listenaufstellung zur Kommunalwahl 2014 steht für Stadtrat Mathias Meder fest, dass er im nächsten Gemeinderat nicht mehr vertreten sein wird.

Dazu erklärt Mathias Meder, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Gemeinderat Mannheim:

„Dieser Rückzug geschieht für mich unfreiwillig, da ich nach vier Anläufen die notwendige Unterstützung durch meine Partei nicht mehr erfahren konnte.
Nach 15 erfolgreichen Jahren an der Spitze von Partei und Fraktion schmerzt es mich, dass sich bei dieser Listenaufstellung bei jeder Abstimmung andere Mehrheiten durchgesetzt haben, die ein Ergebnis hervorbrachten, bei dem für mich kein Platz mehr ist. Es war auch mir stets ein Anliegen, dass in unserer Partei alle Strömungen und Gruppierungen ein Gehör finden und wir geschlossen und als starkes Team agieren. Die aktuelle Entwicklung in unserer Partei sehe ich mit Sorge.

Ich habe als Parteivorsitzender und Stellvertretender Fraktionsvorsitzender versucht, Auseinandersetzungen innerhalb von Fraktion und Partei in den letzten Jahren zu befrieden, indem ich auf persönliche Befindlichkeiten starke Rücksicht genommen habe und in der BUGA-Debatte auf eine Entscheidung durch die Mitgliedschaft gedrängt habe. Ich habe meinen Auftrag als Stellvertretender Fraktionsvorsitzender und erfahrenes Parteimitglied ernst genommen und dabei sicher auch nicht immer nur Freunde gewonnen. Die Neuausrichtung von Partei und Fraktion, für die ich geworben habe, wird nun durch andere geleistet werden müssen.
Ich bin neben meinem teamorientierten Politikstil mit den Themen Sicherheit und Bürgerrechte zur Listenaufstellung der Grünen angetreten, habe auf die Erfolge beim Rasenbetreten und Grillen verwiesen, und bin enttäuscht darüber, dass diese aktuell wichtigen Themen nicht mehr Gehör finden. Wenn sich ganze Absätze meiner Bewerbungsrede in der offiziellen Stellungnahme meiner Partei wiederfinden, so empfinde ich dies als bittere Ironie des Tages.

Ich habe über viele Jahre hinweg meinen Einsatz für Bündnis 90/ Die Grünen geleistet und bin bis an die Grenze meiner Leistungsfähigkeit gegangen. Ich habe jedoch auch einen Beruf, der mir Spaß macht und vor allem auch eine Familie, die mir Rückhalt gibt und viel Freude bereitet. Über den großen Zuspruch, den ich von zahlreichen Freunden in den letzten beiden Tagen erhalten habe, bedanke ich mich sehr. Bis zum Ende der Legislaturperiode werde ich meinen Wählerauftrag auch weiterhin mit großer Leidenschaft verfolgen. Was meine politische Zukunft danach bringen wird, werde ich nach der Kommunalwahl entscheiden.“

Mensch und Tier auch im Luisenpark besserstellen

GRÜNE: Verbesserungen nicht erst zu Bundesgartenschau

Die GRÜNEN begrüßen die geplanten Umgestaltung im Herzogenriedpark und die stärkere Berücksichtigung der Bedürfnisse der Tiere. Nun fordern sie auch ein Handeln im Luisenpark. Denn auch dort sind seit vielen Jahren die Lebensverhältnisse der Tiere nicht optimal und die Begegnungsmöglichkeiten von Mensch und Tier verbesserbar.

Stadträtin Natascha Werning, Mitglied im Stadtpark-Aufsichtsrat und tierschutzpolitische Sprecherin der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion: „Wir freuen uns, dass im Herzogenriedpark eine artgerechte Unterbringung der Tiere angestrebt wird. Doch auch im Luisenpark sind viele Dinge nicht zum Besten der Tiere. Bei den Eulen wurden bereits Maßnahmen ergriffen und die Gehege vergrößert. Das reicht allerdings nicht, da Vögel unseres Erachtens nach in die Freiheit gehören, doch es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Auch bei den Aquarien, die längst veraltet sind und den Fischen in keiner Weise gerecht werden, sind Umbaumaßnahmen eingeleitet. Bei den Terrarien und dem Pinguingehege müsste dies ebenfalls noch geschehen. Diese sind, wenngleich wir das Einsperren von wild gefangenen Tieren generell ablehnen, ebenso vergrößerungswürdig. Grundsätzlich gilt es zu überdenken, ob bestimmte Tierarten im Luisenpark überhaupt artgerecht gehalten werden können.“

Mathias Meder, stellvertretender GÜRNER Fraktionsvorsitzender und Stadtrat aus der Schwetzingerstadt: „Die Einrichtung eines Streichelzoos im Herzogenriedpark ist zu begrüßen – doch es häufen sich auch die Anfragen der Bürgerinnen und Bürger, die Begegnungen von Mensch und Tier auch im Luisenpark wünschen. Hier gab es vor einigen Jahren bereits einen Streichelzoo, der heute jedoch praktisch nicht mehr existiert. Auch die ursprüngliche Idee des Bauernhofes als umweltpädagogisches Projekt lässt viele Verbesserungsmöglichkeiten offen. Wir möchten daher nicht erst zur Bundesgartenschau 2023 auch im Luisenpark entsprechende Verbesserungen angehen.“

Für einen gewaltfreien Fußball

GRÜNE wollen Sicherheitskonzept genau analysieren

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion verurteilt die Ausschreitungen im Umfeld des Fußballspiel Offenbacher Kickers und SV Waldhof und fordert eine genaue Aufarbeitung der Ereignisse.
Der sicherheitspolitische Sprecher der GRÜNEN im Gemeinderat, Stadtrat Mathias Meder stellt fest:
„In den letzten Jahren schien das Sicherheitskonzept rund um die Spiele des SV Waldhof aufzugehen. Daher sind wir entsetzt über den Gewaltausbruch beim Spiel des SV Waldhof gegen die Offenbacher Kickers und verurteilen diesen entschieden. Angesichts der Ereignisse müssen Sicherheitskonzept und Fanprojekte unter die Lupe genommen werden. Dabei muss sowohl die Sicherheit der Polizeibeamtinnen und –beamten als auch die Frage der Kosten für solche Einsätze geklärt werden. Es kann nicht sein, dass 1300 Polizisten zu einem Sportereignis eingesetzt werden müssen, um Ausschreitungen zu verhindern. Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion möchte nach diesen Ereignissen nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern Lösungen von Stadt, Land und Bund einfordern.“

Der sportpolitische Sprecher der GRÜNEN im Gemeinderat Raymond Fojkar betont: „Wir werden weiterhin das Gespräch mit den Verantwortlichen bei Verein, Fanprojekt und Polizei suchen. Die Finanzierung des Fanprojekts des SV Waldhof wurde 2006 von Gemeinderat auf Antrag der GRÜNEN beschlossen. Nun gilt es gemeinsam dafür zu sorgen, dass beim Fußball wieder der Sport im Mittelpunkt steht. Für Gewalt ist hier kein Platz.“

Der Stadtrat und Landtagsabgeordnete Wolfgang Raufelder ergänzt: „Auch die GRÜNE Landtagsfraktion wird nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Wir werden in Kürze einen parlamentarischen Antrag stellen, der die Themen Gewaltprävention und Wirksamkeit der Fanprojekte näher beleuchtet.“

Schwarz-gelbe Versäumnisse liefern Gelegenheit

GRÜNE fordern Änderungen bei geplanten Musikhochschul-Kürzungen

Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion begreift die den Wegfall von 300 musischen Studienplätzen in Mannheim als Vorschlag, der diskutiert und geändert werden kann und muss. Gleichzeitig übt sie massive Kritik an der Schwarz-Gelben-Vorgängerregierung, die es jahrelang nicht geschafft hat die Musikschule Mannheim mit dem Nötigsten wie einem Konzertsaal auszustatten und die Popakademie abzusichern.

Stadtrat Mathias Meder, hochschulpolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Gemeinderatsfraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN:
„Das Hochschul-Ministerium hat dem Landtag einen Vorschlag unterbreitet, der die Chance einer Profilierung enthält. Eine Profilbildung muss aber, wenn sie konsequent gedacht wird, an allen Standorten in Baden-Württemberg erfolgen. Eine Kürzung nach der Rasenmähermethode ist nicht sinnvoll. Alle Standorte müssen einen individuellen Beitrag zu den Einsparungen leisten.

Auch die große Tradition der Mannheimer Musikschule im Bereich des klassischen Orchesters hätte schon im Konzeptentwurf berücksichtigt werden müssen. Daneben gibt es Nachbesserungsbedarf bei der Elementaren Musikpädagogik. Hier wird definitiv zu wenig ausgebildet, qualifizierte Kräfte sind nicht zu bekommen, obwohl sie – z.B. für unser musikalisch-rhythmisches Unterstützungsprogramm Kindertagesstätten – dringend benötigt werden.

Wir werden uns aktiv bei allen Beteiligten dafür einsetzen, dass diese Punkte in der ersten Anhörungsphase im Landtag entsprechend diskutiert und überarbeitet werden wird.

Mitverantwortung für die aktuellen Kürzungspläne sehen wir allerdings bei der früheren Landesregierung von CDU und FDP. Seit vielen Jahren kämpft Mannheim dafür, die Musikhochschule mit dem Nötigsten wie einem Konzertsaal auszustatten und die Popakademie als Hochschule abzusichern. Immer wieder wurde Mannheim vertröstet, und jetzt liefert dieses Versäumnis die Gelegenheit, die Mannheimer Musikhochschule als schlecht ausgestattetes und damit vorrangiges Ziel von Kürzungen ins Visier zu nehmen.“

Chancen nutzen und Kahlschlag verhindern

GRÜNE fordern Augenmaß bei Reform der Musikhochschulen

Mit der geplanten Konsolidierung der baden-württembergischen Musikhochschulen wird die Popakademie Teil der Musikhochschule Mannheim. Zugleich verliert die Musikhochschule jedoch 300 Studienplätze im Bereich der klassischen Musik und Musikpädagogik.

Wolfgang Raufelder, Landtagsabgeordneter und Stadtrat der GRÜNEN betont:

„Diese Reform birgt für Mannheim zugleich Chancen und Risiken. Die Popakademie erhält Hochschulstatus und wird auch über 2018 hinaus dauerhaft gesichert. Die Verbindung von Musikhochschule und Popakademie und die Konzentration auf Pop, Jazz und Tanz stellt eine bundesweit einmalige Profilierung dar. Zugleich werden leider der Bereich der klassischen Musik, das Orchester und die Musikpädagogik wegfallen. Das ist bedauerlich, da diese Bereiche eine hervorragende Arbeit leisten und auf eine lange Tradition zurückblicken können.“

Stadtrat Mathias Meder, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und hochschul-politischer Sprecher der GRÜNEN im Gemeinderat erläutert:

„Die Absicherung der Popakademie ist sehr zu begrüßen – allerdings hätten wir uns dies ohne den Verlust von anderen Studienplätzen gewünscht. Der Wegfall des Orchesters, der Schulmusik und nicht zuletzt von 300 Studienplätzen bedeutet einen enormen Verlust für die gesamte Region. Es ist nicht nachvollziehbar, warum Mannheim einen so großen Anteil an den Lasten der Konsolidierung tragen muss, während andere Städte keinen Betrag leisten. Diese einseitige Schwächung des Hochschulstandorts ist nicht hinnehmbar. Den Ausbau der Mannheimer Musikhochschule zum landesweiten Kompetenzzentrum für Pop, Jazz und Tanz wird es nicht allein durch die Zusammenführung mit der Popakademie geben, hier erwarten wir weitergehende Unterstützung durch das Land.“

Als Tiger gestartet und als Bettvorleger gelandet

GRÜNE kritisieren Arbeit und Ergebnis der KOD-Arbeitsgruppe

Bündnis 90/ DIE GRÜNEN zeigen sich enttäuscht über den nun von der Verwaltung und Erstem Bürgermeister Specht vorgelegten Abschlussbericht zur Arbeitsgruppe Kommunaler Ordnungsdienst (KOD). Die Informationsvorlage kommt mit 42 Seiten durchaus gewichtig daher, das einseitige Fazit stellt jedoch eine nur homöopathische Dosis der zu erwartenden Ergebnisse dar. Ebenfalls kritisieren die GRÜNEN die Arbeitsweise der Arbeitsgruppe stark, die zwar eine Vielzahl von Präsentationen und Berichte vorgelegt bekam, auf die wesentlichen Diskussionen wurde jedoch bis zum heutigen Tage größtenteils verzichtete. Das Ende der Arbeitsgruppe war zudem eher ein Ausplätschern der regelmäßigen Vortragsrunden als ein Schlusspunkt einer Debatte oder einer Kompromisssuche der erörterten Themen. Insofern könnte man die Vorlage zwar als Ergebnis der Arbeitsgruppe betrachten, dies jedoch ist ein Armutszeugnis für die Erwartungen, die vor rund eineinhalb Jahren geweckt wurden.

Stadtrat Mathias Meder, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und sicherheitspolitischer Sprecher: „Wir haben alle viel Zeit in die Arbeitsgruppe gesteckt und viele Fragen gestellt – sehr oft jedoch wurde man auf später vertröstet. Stets wurde argumentiert, man wolle erst die Fakten sammeln und dann erst in einer Abschlussrunde bewerten. Diese Abschlussrunde fand bis heute nicht statt, das Fazit der Verwaltung empfinde ich als zutiefst unbefriedigend.
Die Behauptung, der KOD wäre in den letzten Jahren immer wichtiger geworden und leiste einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls, konnte auch in der Arbeitsgruppe nicht wirklich belegt werden. Im Gegenteil: Auf Seite 10 wird deutlich dargestellt, dass 73% aller Beschwerden, die beim KOD eingehen, auf Störungen im Bereich des Straßenverkehrs zuzuordnen sind, und bei Beschwerden wegen Verstößen gegen die allgemeine Polizeiverordnung ist sogar ein starker Rückgang zu verzeichnen. Während 73 Prozent der Beschwerden also auch durch Polizei und Politessen bearbeitet werden müssten, beschweren sich die Bürgerinnen und Bürger sogar immer seltener über Störungen, die stets als Begründung für die Aufrechterhaltung des KOD herhalten müssen.
Dies steht auch im Einklang mit den im letzten Jahr veröffentlichen Zahlen: Während die amtliche Polizeistatistik längst rückläufig ist, hat auch die Befragung der Polizei ergeben, dass 69% der Menschen sich Tag und Nacht überwiegend sicher fühlen. Der sogenannte Mannheimer Sicherheitsaudit 2012 kam darüber hinaus sogar zum Ergebnis, dass Mannheim als Gemeinde mit geringer Kriminalitätsfurcht angesehen werden kann. Mannheimer Bürgerinnen und Bürger fühlen sich ausgesprochen sicher‘ (S. 12 der Vorlage V537/2012). Mannheim leistet sich also weiterhin einen Kommunalen Ordnungsdienst, ohne ernsthaft über veränderte Aufgabenstellungen zu diskutieren. Stattdessen spricht man in der Vorlage davon, dass ‚perspektivisch eine Aufstockung des KOD notwendig‘ sei, ohne jedoch hinzuzufügen, dass dies stets nur dann gilt, wenn gleichzeitig alle bisherigen Aufgaben unverändert beibehalten werden.
Dass es hingegen möglich ist, das bisherige Leistungsspektrum des KOD zu verändern, haben die von mir aufgeworfenen Fragen in der Arbeitsgruppe gezeigt: Die Überwachung der Wasserturmanalage konnte verändert werden, ohne hier Einbußen an Sicherheit und Ordnung vorzunehmen, die Begleitung des Inliner-Laufs wird nicht wie bisher zusätzlich und unentgeltlich durchgeführt, und die völlig überzogene Planung bei der Anschaffung eines Sicherheitsmobils wurde klar bestätigt. Bei der Info-Fahrt zum Vorzeige-Ordnungsdienst in Düsseldorf zeigte es sich, dass ein solches ‚Sicherheitsmobil‘ tatsächlich nicht mehr kosten muss als wenige Hundert Euro und dass der Haushaltsplanansatz von 95.000 € folgerichtig von GRÜNEN und SPD gesperrt wurde.

Ebenfalls in Düsseldorf wurde jedoch auch deutlich, dass die Aufgaben des Ordnungsdienstes weniger repressiv sondern im Gegenteil stärker service-
orientiert gestaltet werden können. Während Mannheim die Ahndung des Wegwerfens von Kleinstmüll im Umfang von drei roten Karten pro Tag als Erfolg ausweist (S. 11 der Vorlage), legt Düsseldorf mehr Wert auf die Hilfe in Problemsituationen (z.B. Erste Hilfe oder Soziale Hilfsleistungen). Das in Düsseldorf von sämtlichen Delegationsmitgliedern aus Mannheim stark begrüßte Ausbildungskonzept wird in der Vorlage nur mit einem Nebensatz gestreift und ansonsten nicht weiter verfolgt. Dabei ergäbe sich gerade hier der größte Handlungsspielraum auch in Mannheim, wenn man nicht nur die Quantität des Personals auf der Straße erhöhen will, sondern auch die Zukunftsperspektiven der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessern möchte. In diesem Zusammenhang ist es daher als enttäuschend zu werten, dass in der Arbeitsgruppe (abweichend zu den Vereinbarungen) mit den Personalvertretungen keine Gespräche geführt wurden.

Da die Arbeitsgruppe keine einen Arbeitsergebnisse produzieren konnte, sondern entlang der Maxime ‚Management by PowerPoint‘ lediglich informiert wurde, muss man nun natürlich auch das Ziel vermissen, das wir GRÜNE uns eigentlich erhofft hatten: Die deutliche Aufgabenabgrenzung zur Polizei. Denn während der Kämmerer in Freiburg sich bewusst gegen einen KOD wehrt und keine Aufgaben der Polizei übernehmen möchte, lehnte auch die Mannheimer Polizeiführung im Gespräch eine ‚Parallelpolizei‘ deutlich ab. Allein die optische Wahrnehmung von Polizei und KOD ist jedoch in Mannheim längst nicht mehr trennscharf gestaltet – bei der Aufgabenwahrnehmung so weiter zu verfahren wie bislang ist jedoch nicht im Interesse einer Kommune zu sehen. Dass Aufgaben von der Polizei an den KOD weitergegeben werden und die Ahnung von Ordnungsstörungen durch die Polizei nicht mehr erfolgt, können wir nicht dadurch beantworten, indem wir dies einfach so akzeptieren.“

Wir GRÜNE werden daher die Fragen, die in den letzten eineinhalb Jahren unbeantwortet blieben, weiter stellen und Antworten einfordern. Wir möchten dabei sicherstellen, dass die öffentliche Ordnung erhalten bleibt und die Menschen in Mannheim sich sicher fühlen können. Wir stellen als Fazit der Arbeit der Arbeitsgruppe fest, dass die gegenwärtige Situation des Kommunalen Ordnungsdienstes in vielen Punkten noch starke Veränderungspotentiale besitzt und man sogar finanzielle Einsparungen vornehmen könnte ohne die Sicherheitslage in Mannheim zu verschlechtern.

Alkoholmissbrauch kommt aus der Gesellschaft

GRÜNE wollen bessere Unterstützung und mehr Prävention

Die GRÜNEN fordern als Konsequenz aus der Zunahme von Alkoholvergiftung unter Kindern und Jugendlichen mehr Prävention und einen kritischeren Umgang mit Alkoholkonsum in der Gesellschaft.

Zur steigenden Zahl von Kindern und Jugendlichen, die mit einer Alkoholvergiftung stationär ins Krankenhaus eingeliefert werden, erklärt der sicherheitspolitische Sprecher der GRÜNEN Gemeinderatsfraktion, Stadtrat Mathias Meder:

„Die Stellungnahme der Fachleute von der Suchtprophylaxe zeigt ganz klar: wir brauchen nicht mehr Sicherheit- und Ordnungskräfte, sondern mehr Aufklärung an den Schulen und mehr Präventions- und Unterstützungsprogramme.

Was uns allen aber grundsätzlich bewusst sein muss: Alkoholmissbrauch ist nicht nur ein Jugendproblem, sondern eines unserer Gesellschaft. Erwachsene sind Vorbilder, und was diese Vorbilder vorleben, wird von Kindern und Jugendlichen nachgeahmt.

Es ist schon paradox: das Stadtfest wird mit einem Fassbieranstich eröffnet, und anschließend beklagt man sich über zu starken Alkoholkonsum – bei Jugendlichen.“

BID: An einem Strang zur attraktiven & lebendigen Innenstadt

GRÜNE kontern CDU-Kritik – neues Landesgesetz als Chance für Mannheim

Die GRÜNEN unterstützen die Pläne der grün-roten-Landesregierung, auf kommunaler Ebene so genannte Business Improvement Districts (BID) einzuführen, als Stärkung der Wirtschaft und der Innenstädte und verweisen auf ähnliche Gesetze u.a. in schwarz-gelb regierten Ländern.

“Die Regierungsfraktionen von GRÜNE und SPD wollen mit den nun beschlossenen Eckpunkten Impulse für eine gemeinsame Gestaltung von Innenstädten setzen.”, weist Wolfgang Raufelder, grüner Landtagsabgeordneter und Stadtrat aus Mannheim die Aussagen der CDU zum geplanten BID-Gesetz zurück. Ziel des Gesetzes sei es, Rechtssicherheit für Kommunen zu schaffen, wenn sie im Einvernehmen mit den Aktiven und Geschäftstätigen vor Ort sog. Business Improvement Districts (i.e. Quartiere zur innerstädtischen Geschäftsentwicklung) einrichten möchten. “Hier läuft die CDU mit ihrer pauschalen Kritik völlig ins Leere, denn solche Quartiere können bereits aktiven Rückenwind geben! Die Konservativen täten gut daran, ihre Haltung zu überdenken, denn das BID stärkt gerade den Einzelhandel in der Innenstadt gegenüber den Mitbewerbern auf der grünen Wiese oder im Internet. Hier postuliert sich die CDU als Retterin des Einzelhandels, ohne aber einen Plan davon zu haben, was dieser braucht: bei dieser Haltung ein Bärendienst!”, so Raufelder.

Stadtrat Gerhard Fontagnier, verantwortlich in der Gemeinderatsfraktion u.a. für die Innenstadt und Jungbusch, wirft der CDU parteitaktische Spielereien vor: “Herr Löbl und Herr Schmidt sollten ein paar Kilometer nördlich schauen: In Hessen hat eine schwarz-gelbe Regierung ein sehr ähnliches Gesetz verabschiedet, das INGE.” Seitdem sei in Frankfurt, Kassel oder Wiesbaden nicht die Planwirtschaft am Werk, sondern zögen im Gegenteil CDU-Abgeordnete sehr positive Fazits, was die Wirkung des Gesetzes für die Innenstädte anbelangt. “Und wenn den Kollegen der CDU das nicht genügt, dann lohnt ein Blick auf den Vorreiter Hamburg oder aber auf NRW, Sachsen oder Bremen – überall wird von positiven Impulsen für die Innenstädte berichtet.” In Baden-Württemberg sei der Plan, ein solches Gesetz zu verabschieden, vom Städtetag wie auch von vielen IHKs und dem Einzelhandel zuletzt in einer Anhörung im März deutlich begrüßt wurden. Dies müsse auch die CDU anerkennen.

Der GRÜNE Bezirksbeiratssprecher Tobias Heck fordert CDU, Stadt und Einzelhandel auf, das kommende Gesetz als Chance für Mannheim zu sehen: “Durch das BID besteht u.a. die Möglichkeit, Kosten für gemeinsame Aktivitäten nach einem fairen Schlüssel aufteilen zu können. Hier gibt das BID-Gesetz Rückenwind, auch für Mannheim.” Wie die CDU von einem Zwang zu sprechen sei schlichtweg falsch: “Wer die neuen Instrumente nutzen will, kann dies tun. Wer sie nicht nutzen möchte, muss dies nicht tun.” Als mögliche Anwendungsgebiete nennt Heck das geplante türkische Einkaufs- und Ausgehviertel in der westlichen Unterstadt, die zahlreichen Veranstaltungen in den Planken oder aber auch der Nachtwandel im Jungbusch.

Erste Mannheimer Grillkarte veröffentlicht

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